Die kleine
feine Flötenwerkstatt in Berlin/ Neukölln
Inhaber: Tobias
Valentin Weber, Tel./Fax: 68087251
Checkliste zum Querflötenkauf
handwerkliche
oder industrielle Fertigung
Gold,
Vollsilber oder Sterling Silver
Neusilber
(Maillechort, German Silver)
Vernickelungen und Verchromungen
Vorgezogenes G (Offset) vers. Inline
Einstellung der Mechanik prüfen
Es gibt sie nicht, die ideale Flöte. Jedes
Instrument ist ein Kompromiss, um klangliche, akustische, ergonomische, materialtechnische
und mechanische Anforderungen so gut wie möglich zu meistern.
Deswegen kann man auch keine allgemeinen
Empfehlungen abgeben, eigentlich bräuchte jeder Spieler ein nur auf ihn
zugeschnittenes Instrument.
Der folgende Text ist als Hilfe vor allem
bei der technischen Prüfung von Flöten gedacht, soll aber kurz auf die
verschiedenen Varianten eingehen.
Das Hauptargument beim Kauf von
Instrumenten ist und bleibt der Klang.
Daneben sollte man aber auch in Betracht
ziehen, dass moderne Holzblas-instrumente, besonders Flöten, eine äußerst
diffizile Mechanik haben.
Die Klappenmechanik sorgt dafür, dass alle
Polster dicht sind und auch Griffe, bei denen ein Fingerdruck mehrere Klappen
bewegt, exakt schließen.
Wenn man eine einzige Einstellschraube um
eine halbe Drehung verstellt, ist die Flöte nicht mehr spielbar. Dasselbe, wenn
die Mechanik schnell verbiegt.
Die Mechanik einer guten Flöte soll deshalb
robust und langlebig, aber gleichzeitig filigran und leichtgängig sein.
Was nützt ein schöner Klang, wenn die
Mechanik früh kaputtgeht und das Instrument unspielbar wird?
handwerkliche
oder industrielle Fertigung
Die Frage, ob eine Flöte aus handwerklicher
Fertigung einer industriell gefertigten vorzuziehen ist, ist vor allem eine
Frage des Preises. Aber auch bei den großen Herstellern werden die Modelle der
Oberklasse von Hand fertiggestellt.
Völlig handgemachte Flöten haben oft mehr
Fertigungstoleranzen von Exemplar zu Exemplar, sind aber insgesamt
ausgewogener, da der Flötenbauer die Herstellung in der Hand hat und jede
Ungenauigkeit sofort ausgleichen kann. Das können Maschinen nicht.
Ein Wort zu Hunderteuroflöten
Solche Flöten taugen gerade nicht für Anfänger oder auch nur mal
zum Kennenlernen!
Sie lassen sich auf den ersten Blick nicht
von Markeninstrumenten unterscheiden (laut Anbieter: „wie Yamaha“
oder „Pearl-Kopie“).
Der Klang ist manchmal sogar relativ gut.
Die Verarbeitung war bei allen Exemplaren,
die ich bisher gesehen habe, miserabel:
Lötstellen waren nicht durchgängig, das
bedeutet spätere Sollbruchstellen.
Die Klappen waren bis zum Bruch gewaltsam
in ihre Position gebogen (s.Bild
2a), Stiftlöcher in den Achsen so schief gesetzt, dass sie die
Achse schon gesprengt hatten.
Wenn Stellschrauben gedreht wurden, brach
fast das Gewinde.
Die Versilberung war immer miserabel.
Die Instrumente sind in der Regel nach wenigen Monaten Gebrauch unspielbar. Eine Reparatur lohnt sich meist nicht.
In meiner Werkstatt landen immer wieder solche Instrumente. Während ich
bei manchen 20 Jahre alten Pearl- oder Yamahaflöten mit ein paar
Handgriffen die Klappenmechanik wieder dicht bekomme, ist es auch
bei relativ neuen Billigflöten immer eine Gratwanderung, die
viel Zeit kostet. Manchmal müsste ich für das blosse Spielbarmachen
mehr Geld verlangen, als die Flöte neu gekostet hat (...kann ich
natürlich nicht). Dabei weiss ich, dass die Reparatur nicht lange
halten wird. Leider sind die meist wohlhabenden Eltern auch noch stolz
darauf, für einen Spottpreis eine "richtige" fabrikneue Flöte ergattert zu haben...
Mein Rat: auch vergoldete oder Vollsilberinstrumente von Billiganbietern links liegen lassen; Lieber eine ordentliche gebrauchte Flöte zum selben Preis kaufen und vielleicht ein paar Mark in die Reparatur stecken!
Test: Klaus Dapper über eine Hunderteuroflöte von ebay. "sonic: 2003".
Der zweite preisbestimmende Faktor ist das
verwendete Material.
Gold,
Vollsilber oder Sterling Silver
Es gibt kaum echte Vollsilberflöten oder
solche aus Gold. Meist werden Legierungen mit einem hohen Gold- oder
Silberanteil (z.B. Sterling Silver mit 925 Feingehalt oder 10- bis 18-karätiges
Gold) verwendet. Auch bei Gold- oder Silberflöten ist der Kern der Mechanik
meistens aus Neusilber, seltener aus massivem Silber (sog. Vollsilberflöten).
Silber und Gold als Materialien für Kopf und Korpus sind beliebt wegen des
volleren, „wärmeren“ Klanges. Gold- oder Silberflöten sind um ein
vielfaches teurer als vergleichbare Neusilberflöten.
Neusilber
(Maillechort, German Silver)
Kupfer-Nickel-Zink-Legierung mit guten
mechanischen und klanglichen Eigenschaften. Neusilber klingt anders, nicht so
voll wie Silber oder Gold, aber nicht unbedingt schlechter. Viele berühmte
Flöten aus dem 19. Jh. sind „nur“ aus Maillechort. Die Instrumente
sind versilbert, so dass man mit dem Nickel aus der Legierung nicht in
Berührung kommt.
Ob ein Kopf aus Neusilber oder Silber ist,
kann man folgendermaßen erkennen:
Den Kopf (ohne Korpus) oben an der Kopfschraube anfassen und
mit dem Finger unten dagegen spicken: Neusilber klingt lange nach, Silber
scheppert.
Messing wird für Querflöten kaum verwendet.
Manche Alt- oder Bassflöten sind aus versilbertem Messing.
Die meisten Flöten aus Neusilber sind
rundum versilbert. Auch Silberflöten werden noch mal hochglanzversilbert, damit
eine schöne Oberfläche entsteht. Silber ist antibakteriell, pflegeleicht, lässt
sich gut polieren. Der Nachteil ist, dass Silber anläuft und die Flöte an
schwer zugänglichen Stellen fast immer eine braune Patinaschicht bekommt. Eine
schlechte Versilberung (z.B. durch fehlende Vorversilberung) reibt sich nach
kurzer Zeit ab oder blättert ab und lässt die offenen Stellen korrodieren.
Zu manchen Versilberungsprozessen werden
hochgiftige Cyanide verwendet.
Für galvanische Vergoldungen gilt sinngemäß
dasselbe wie für Versilberungen. Vergoldungen sind meist dünner als
Versilberungen, so dass sie sich schneller abnützen können. Vergoldungen sind
kein Wertkriterium, da eine dünne Vergoldung kostengünstiger ist als eine
Versilberung.
Vernickelungen
und Verchromungen
Ein günstiger Kompromiss ist die
Kombination von Silber-Kopfstück mit Neusilber-Korpus.
Es gibt auch die Möglichkeit, eine Neusilber-Flöte
mit einem Silberkopfstück desselben Herstellers nachzurüsten.
Da Material und Machart des Kopfes den
Klang sehr viel mehr beeinflussen als die übrigen Teile, schwören manche auf
die Kombination:
Korpus einer guten Serienflöte +
handgemachtes individuelles Kopfstück.
Dabei ist zu beachten, dass das Kopfstück
auf die Flöte ausgelegt sein muss. Jeder Kopf kann durch Kürzen, durch
Einziehen oder Aufweiten an jeden Korpus angepasst werden, aber dadurch
verändert sich u.U. die Geometrie des Kopfes. So kann eine Stufe, die durch zu
starkes Einziehen entsteht, die positiven Eigenschaften des Kopfes zunichte
machen.
High-End-Köpfe gibt es in den
verschiedensten Materialien, von Gold über Holz bis Karbonfaser.
Ein gebogener Kopf verkürzt den Abstand des
Mundloches zum Korpus um ca. 14 cm und ist als Erleichterung für kleinere
Kinder gedacht. Balance und Spielhaltung leiden etwas darunter. Bei den
größeren Flöten wie Alt- oder Bassflöte sind gebogene Kopfstücke häufig.
Es gibt mehrere Varianten von
Kopf-„Bohrungen“, d.h., Kopfstücke sind nicht immer nur konisch,
sondern können z.B. parabolisch sein. Das hat Auswirkungen auf Ansprache,
Lautstärke und Brillanz des Tones in den verschiedenen Lagen, ebenso die
verschiedenen Mundlochunterschneidungen.
Ein ausgewogenes Standardkopfstück ist für
normale Bedürfnisse die richtige Wahl.
Hier spielt die Form, die Größe und die
Unterschneidung des Mundloches eine Rolle. Spezielle Mundlochplatten und
–kamine gibt es abweichend vom Material des Kopfes auch aus Holz, Silber,
Gold und Platin.
Reform- Mundlochplatten aus Bakelit oder
Plastik oder Holz sind ergonomisch geformt und sollen besser klingen. Meistens
verderben sie den Ansatz. Altes Bakelit schmeckt immer ein bisschen nach
verbranntem Gummi.
Aufgelötete Tonlochkamine vers. gezogene
Tonlochkamine.
Befürworter von aufgelöteten Kaminen sagen,
dass dadurch Spannungen und Stauchungen im Korpus verhindert werden.
Befürworter von gezogenen Kaminen halten dagegen, dass durch das Löten der
Korpus stellenweise ausgeglüht wird und dadurch an Spannung verliert.
Gezogene Tonlöcher sollten in jedem Fall
gebördelt sein, d.h., einen umgebogenen Rand haben, damit sie die Polster nicht
verletzen.
Mechaniken, d.h., die beweglichen Teile der
Flöte, gibt es handgeschmiedet, senkgeschmiedet oder gegossen. Geschmiedete Mechaniken
sind härter und langlebiger als gegossene, aber nur bei der Oberklasse der
Flöten zu finden.
Vorgezogenes G (Offset) vers. Inline.
Das vorgezogene G erkennt man daran, dass
die zwei Klappen für den linken Ringfinger eine extra Achse besitzen und etwas
vorstehen, was vor allem Kindern und Menschen mit kleineren Händen zugute
kommt. Bei Inline-Flöten sitzen diese Klappen mit auf der zentralen Achse.
Inline-Flöten haben oft keine E-Mechanik.
Die E-Mechanik bewirkt korrekte
Ansprache des e in der dritten Oktave
Ringklappen/ offene Klappen:
Offene Klappen sind bei Schülerflöten wegen
des pädagogischen Effekts beliebt und sollen eine gute Haltung fördern, da
nicht nur die Klappen niedergedrückt, sondern die Löcher auch mit den Fingern
bedeckt werden. Mit Ringklappenflöten lassen sich zudem Glissandi oder
Mikrotöne spielen. Faulenzer können die Klappen mit den mitgelieferten Stöpseln
verschließen. Die Polster der Ringklappenflöten sind anfälliger und zerreißen eher.
Ein längeres Fußteil mit einer weiteren
Klappe, erweitert den Tonumfang um einen Halbton nach unten, also H statt C.
Es gibt verschiedene Polster. Die klassischen
Flötenpolster bestehen aus einem Filzkern, einem Rücken aus wasserfestem Karton
und einem Überzug aus mehreren Lagen Fischhaut, (genauer gesagt Kabeljaublase).
Kunststoff- oder Moosgummipolster haben
mehr Nach- als Vorteile.
Eine interessante Variante der klassischen
Polster sind Straubinger-Pads, die ein sehr kompliziertes Innenleben mit einem
konventionellen Fischhautüberzug kombinieren und dadurch sehr passgenau und
langlebig sind.
Hier bekommen Sie in der Regel die beste
Beratung und können neue und gebrauchte Instrumente probespielen oder gar zur
Probe mit nach Hause nehmen.
Musikfachgeschäfte unterhalten oft eigene
Reparaturwerkstätten oder haben zumindest eine Vertragswerkstatt, so dass
Reparaturen oder Änderungen oder Reparaturen schnell und ohne Probleme
ausgeführt werden können. Guter Service hat seinen Preis...
Online-Auktionshäuser
(z.B. Ebay):
Neue Markeninstrumente sind hier günstig zu
bekommen. Bei gewerblichen Anbietern gibt es ein 14-tägiges Rückgaberecht.
Auch hier sollte man sich nicht auf
Hunderteuroflöten einlassen.
Gebrauchte Flöten gibt es oft sehr günstig,
aber beim Zustand ist man auf die Angaben des Verkäufers und auf wenige, oft
schlechte Fotos angewiesen. Gut, wenn der Verkäufer in der gleichen Stadt wohnt
und man das Instrument vorher ansehen und probespielen kann.
Beim Kauf einer gebrauchten Flöte genauso
wie beim Neukauf sollte man auf Qualität achten, da sich bei alten Instrumenten
der Verschleiß potenziert.
Jede Flöte muss in Abständen von ein paar
Jahren überholt werden. Es lohnt sich also nicht, eine einfache Flöte für
€ 200,- zu kaufen, die sofort für € 300,- bis € 600,- (!)
überholt werden muss, wenn Sie ein neues Modell für € 500,- bekommen
können.
Manchmal werden Flöten als generalüberholt
angeboten, die von der Fachwerkstatt nur durchgesehen und eingestellt wurden
(hier sollte man sich die Rechnung zeigen lassen).
Auf dem Flohmarkt sollte man nur
Instrumente kaufen, wenn man sich sehr sicher ist, dass das Instrument kein
Gelumpe ist, und der Händler bereit ist eine Kontaktadresse anzugeben.
Musikgeschäfte haben übrigens meistens auch
gebrauchte Flöten im Angebot.
Mit etwas Geschick und Mut kann man der
Flöte, die man kaufen will, auf den Zahn fühlen. Am
besten ist, wenn man die folgenden Schritte vorher an seiner eigenen Flöte
ausprobieren kann.
Weinkorken
Zigarettenpapier
Feinmechanikerschraubenzieher 2mm
kl. Taschenlampe
evt. Zahnarztspiegel
Ist der Kopf aus Silber oder Neusilber
versilbert: Klopfprobe! Neusilber klingt lange nach, Silber scheppert.
Ein Blick durch das Rohr (Taschenlampe):
-ist die Oberfläche in Ordnung? (poliert/
verkratzt/ Pickel)
-ist das Rohr gerade?
Wenn der Korpus verbogen ist, deutet dies
auf weitere Schäden an der Mechanik hin.
Die Steckverbindungen Kopf-Mittelteil und
Mittelteil-Fuß sollten satt sitzen aber nicht schwergängig sein und keine
Dellen haben.
Dellen in Kopf und Korpus kann der
Flötenbauer aber fast unsichtbar herausdrücken.
Ist der Metallkorpus braun angelaufen, ist
das nicht tragisch, dies weist im schlimmsten Fall auf nachlässige Pflege hin.
Bei Neusilber-Instrumenten:
Grünspan oder Ausblühungen, Pickel oder
kleine braune „Fliegenschisse“ sollten nicht sein, hier ist das
Material unter der Versilberung korrodiert. Das beeinträchtigt den Klang nicht,
lässt sich aber nicht mehr beheben (bzw. nur durch eine aufwendige
Neuversilberung des ganzen Teils).
Die Klappenmechanik sollte sich an allen
Teilen leicht bewegen. Die einzelnen Klappen sollen weder in Längs- noch in
Querrichtung merklich Spiel haben, d.h., sich hin- und herbewegen lassen, sonst
ist die Mechanik ausgeleiert. Beim Drauftippen wie beim Zurückfedern sollen
keine Klick-Geräusche hörbar sein. Auf angeknackste oder stark verbogene
Klappen achten.
Wer
sich traut, kann die
Achse am Fußstück (am einfachsten, da hier nur eine Achse ohne viele Mitnehmer
sitzt) mit einem Feinmechanikerschraubenzieher herausschrauben und
kontrollieren:
- Ist die Achse verbogen, rostig, ohne Öl?
- Laufen die Klappen satt und nicht zu
locker, wenn man sie allein auf die Achse schiebt?
(Am Schluss die Achse vorsichtig durch das
Säulchen in die erste Klappe schieben, zweite, dritte Klappe mitnehmen, danach
Achse sanft festschrauben; dann Federn einhängen.
Die Lötstellen der Mechanikschienen (dort,
wo die Säulchen mit der Mechanik sitzen) sollten überall gut verlötet sein und
nicht vom Korpus abstehen, sonst wackelt die ganze Mechanik an der Stelle. Auch
der Zierring ganz unten am Mittelteil sollte gerade sitzen, sonst ist er locker
und kann klirren.
Neue Polster sind gelb oder weiß, je älter
die Polster werden, desto mehr bilden sich ringförmige schwarze oder grünliche
Eindrücke. Zerrissene Polster sind undicht und müssen ersetzt werden.
Bei vielen zerrissenen oder alten Polstern
ist eine Generalüberholung empfehlenswert, deren Preis (ca. € 300,- bis
600,-) den Wert einer gebrauchten Flöte oft übersteigt.
…sollten an allen Stellen sein, wo
die Klappenschwänze den
Korpus berühren, sonst entstehen
Klappergeräusche.
Probe: Einen Weinkorken (ohne Loch und vorn
etwas angespitzt) von unten ins Mittelteil stecken, alle Klappen mit den
Fingern und normalem Druck schließen und oben blasen und ziehen (hecheln!).
Wenn es pfeift oder Luft entweicht, ist die Flöte nicht dicht und nicht
spielbar. Mit dem Fußteil genau so verfahren.
Einstellung der
Mechanik prüfen:
Alle Mitnehmer (dort, wo sich beim Druck
auf eine Klappe mehrere Deckel auf einmal schließen) kann man folgendermaßen
kontrollieren:
Einen ca. 5 mm breiten Streifen
Zigarettenpapier nacheinander vorn unter allen Klappen einklemmen und bei
vorsichtigem Druck auf einen Mitnehmer (jene Klappe, die die anderen bewegt) herausziehen.
Der Streifen sollte überall den gleichen Widerstand leisten, sonst muss die
Mechanik nachgestellt werden (an die Mechanik sollten sich nur Profis
heranwagen). Auf die gleiche Weise kann man auch kontrollieren, ob die
Klappedeckel bzw. die Polster plan anliegen: Papierstreifen nacheinander nach
allen Richtungen einklemmen und herausziehen, er sollte überall den gleichen
Widerstand haben, sonst muss die Klappe oder das Polster angepasst werden. Dies
auch, wenn die Abdrücke im Polster ungleichmäßig sind.
Beim Druck auf die Mitnehmer sollten sich
alle damit verbundenen Klappen gleichzeitig in Bewegung setzen, sonst müssen
die Klappenschwänze reguliert oder die Filze/ Korken ausgewechselt werden.
Bei einer neuen Flöte sollten
selbstverständlich alle o.g. Punkte in Ordnung sein.
Trotzdem kann man die Qualität der
Verarbeitung und Endfertigung kontrollieren:
Genauere Blicke lohnen sich auf die
Mechanik: Fahren alle Klappen eines Mitnehmers gleichzeitig an? Ist der
Federdruck für alle Finger gleichmäßig?
Sind die Lötstellen an den Schienen
gleichmäßig ohne Löcher und Lunker?
Sind die Klappendeckel gleichmäßig
angelötet? (von unten mit dem Zahnarztspiegel besser zu erkennen)
Ist die Mechanik ohne Längs- und Querspiel?
Ist die Versilberung innen und außen in
Ordnung und sauber poliert (also nicht rau)?
Patzer, angelaufene Stellen und
Fingerabdrücke sind bei einer neuen Flöte unfein, aber belanglos.
Den Text gibt’s auch als PDF, um ihn
als Checkliste
mit zum Flötenkauf zu nehmen.
© T. Weber